[Rezension] Enders Game (Ender Saga 1) – Orson Scott Card

Cover von Orbit
Cover von Heyne
Enders Spiel

Nur dem äußeren Anschein nach ist Andrew Wiggin, genannt Ender, ein ganz normaler Junge. Tatsächlich hat man ihn dazu auserwählt, zu einem militärischen Genie zu werden, das die Welt braucht, um einen übermächtigen Feind zu besiegen. Aber Enders Geschichte verläuft anders, als es die Militärs geplant haben. Völlig anders … Mit »Enders Spiel« hat Orson Scott Card einen einzigartigen dystopischen Roman geschrieben – mit einem Helden, den man nie mehr vergisst.

Originaltitel: Ender’s Game
8,99€ Taschenbuch
7,99€ Ebook
464 Seiten
Heyne Verlag

 

„I have to win this now, and for all time, or I’ll fight it every day and it will get worse and worse.“

Page 7

„He was a soldier, and if anyone had asked him what he wanted to be when he grew up, he wouldn’t have kown what they meant“

Page 226

 

In Enders Game verfolgen wir die Story von Ender Wiggin, der, genau wie seine beiden älteren Geschwister, hochintelligent ist und mit sechs Jahren zur Battle School geht. Diese befindet sich im All und ist darauf spezialisiert, Kinder als Soldaten auf den Krieg mit den sogenannten Buggers vorzubereiten. Diese insektenartigen Aliens haben die Menschheit schon zweimal angegriffen und die Menschen konnten sie nur knapp zurückschlagen. Ender ist die Hoffnung aller als Kommandant der Flotte einen endgültigen Sieg zu erringen. Dafür muss er allerding hart trainiert werden und wird von den Lehrern manipuliert und gefoltert, ohne dass er es realisiert. Trainiert wird er durch Videospiele und durch Schlachten, die die Kinder ohne Gravitation selbst führen müssen, aber auch da haben die Lehrer ihre Finger im Spiel und können ohne weiteres die Regeln ändern.
Die Story hört sich erst mal einfach gestrickt an, ist aber wahnsinnig komplex, denn wir bekommen selbst nur ansatzweise mit, was hinter den Methoden der Lehrer und des Militärs steckt. Spannung ist da bis zur letzten Seite, und selten hat mich ein Buch so emotional werden lassen, auch beim Re-Read noch.

Im Buch selbst begleiten wir größtenteils Ender, mit einem kleinen Abstecher zu seiner Schwester Valentine, die auf der Erde auch ein paar Steine ins Rollen bringt. Jedes Kapitel beginnt mit dem Dialog von zwei Militärs, wobei einer der beiden immer Colonel Graff ist und der zweite ab und zu wechselt. Dadurch bekommen wir einen kurzen Einblick was in den Ränken des Militärs vorgeht und wie Ender manipuliert wird.
Man kann sagen was man will über Orson Scott Card persönliche Ansichten, aber er hat einen mitreißenden Schreibstil, der mich mit Ender hat mitfühlen lassen.

Ender ist ein toller Charakter. Im Laufe des Buches tauchen wir als Leser in seine Psyche ab und ich konnte immer nachvollziehen warum er handelt wie er handelt. Außerdem überschreitet er, je älter er wird, immer mehr Grenzen, die eigentlich unmöglich zu überschreiten waren. Herzzerreißend sind die Szenen, in denen Ender weiß, dass er manipuliert wird, er allerdings nicht anders kann, als so weiter zu machen wie zuvor. Valentine kam mir ab und zu etwas naiv vor, und ich hätte liebend gerne einen tieferen Blick auf Peter geworfen. Colonel Graff ist mir auch ans Herz gewachsen, da auch er seine Gründe für sein Handeln hat.

Ich finde mal wieder das englische Cover schöner, da die hellen Farben einfach nicht zu Ender passen. Der Titel passt natürlich aber gut, da Ender anfangs nur durch die Spiele mit dem Krieg in Kontakt kommt.

„Enders Game“ ist ausdrucksstark geschrieben, mit Charakteren zum gernhaben und einem intelligenten und spannenden Thema um Überleben und dessen Preis. Es ist und bleibt eines meiner Lieblingsbücher, wenn nicht sogar das Lieblingsbuch überhaupt. 5 von 5 Bücherwelten.

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