[Rezension] Sturmklänge – Brandon Sanderson

Cover von Heyne

Sturmklänge

Die Stadt Hallandren ist ein geheimnisvoller, mächtiger Ort. Seine Macht beruht auf den magischen Kräften des Atems und der Farben, und sein Geheimnis sprengt die Grenzen des Todes – denn die gefallenen Helden der Welt kehren in Hallandren als Unsterbliche zurück. Doch eine junge Prinzessin, ein Assassine und einer dieser Unsterblichen machen sich auf, um dieses gefährliche Geheimnis zu ergründen und den wahren Herrscher von Hallandren zu stellen …

Originaltitel: Warbreaker
9,99€ Taschenbuch
8,99€ Ebook
Heyne Verlag
768 Seiten

Um den Frieden zwischen Hallandren und Idris zu sichern, schickt der König des armen und etwas prüden Idris seine jüngste Tochter Siri in die Hauptstadt des bunten und ausgelassenen Hallandren um den mächtigen Gottkönig zu heiraten. Diese muss sich nun erstmal in einer fremden Stadt und Kultur zurechtfinden und mit den eigenartigen Göttern am Hofe des Gottkönigs klarkommen. Eigentlich hätte ihre ältere Schwester Vivenna die Frau des Gottkönigs werden sollen, denn sie wurde ihr Leben lang darauf vorbereitet. Nun fühlt sie sich etwas nutzlos und geht ebenfalls nach T’Telir. Dort plant sie mit einer Gruppe Söldner gegen den Krieg vorzugehen. Allerdings gehen in T’Telir Dinge vor sich, die man auf den ersten Blick nicht vermutet hätte, das bemerkten sogar die Götter allmählich.
Die Handlung ist recht umfangreich, allerdings zieht sich ein ganz klarer roter Faden durchs Buch und das ist der Krieg der beiden Länder und die Verschwörung, die darüber im Gange ist. Trotzdem sind die Wendungen rasant und unvorhersehbar, außerdem ist das Buch auch beim zweiten Mal lesen noch spannend. Ab und zu haben sich aber auch mal Passagen gezogen, was bei über 700 Seiten allerdings nicht so verwunderlich ist.

Brandon Sanderson ist nicht ohne Grund einer meiner Lieblingsautoren. Die Welt, die er erschaffen hat, beschreibt er toll. Es gab nichts, was ich mir nicht sofort habe vorstellen können und auch das Magiesystem ist sehr fantasievoll. Es klang so, als müsste ich mich nur genug anstrengen um meinen eigenen Hauch zu entdecken.

Die Charaktere heben sich alle in ihren Eigenschaften gegenseitig auf, aber alle von ihnen machen sehr interessante Veränderungen durch und wachsen an ihren Aufgaben. Siri ist unbeschwert und hat sich selbst kaum unter Kontrolle, ihre Schwester Vivenna ist allerdings prüde und eitel, ohne es zu realisieren. Der Gott Lichtsang sprüht nur so vor Sarkasmus und Wortwitz, mit dem er die Leute um den Finger wickeln, aber auch zur Weißglut treiben kann. Der Krieger Vasher dagegen ist zurückgezogen und unbeholfen was andere Menschen angeht, dafür hat er ein Schwert namens Nachtblut, das umso lieber mit den Leuten quatscht. Er ist allerdings auch der geheimnisvollste und interessanteste Charakter, da man nicht wirklich weiß, wie er mit den Geschehnissen zusammenhängt.

Der Titel klingt nicht schlecht, allerdings liebe ich den englischen Titel. Gegen das Cover habe ich nichts einzuwenden, aber es haut mich auch nicht vom Hocker.

„Sturmklänge“ ist ein Buch, das mit authentischen und tollen Charakteren und einer überraschenden Handlung überzeugt. Zwar gibt es ein paar Stellen, die ein bisschen zu lang sind, aber ich vergebe 4 von 5 Bücherwelten.

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